Freitag, 28. Dezember 2007

Anstrengendes Weihnachtssightseeing

Erstmal riesen großes Dankeschön für Eure Fotos und Weihnachtsgrüße ausm Herbertz.
Wären sehr gern dabei gewesen! Scheint ne ordentliche Fatsche gewesen zu sein. Wir sind momentan abends zeitig müde, da wir viel unterwegs sind, von daher ist mit weggehen abends schlecht. Dafür freuen wir uns aber schon sehr auf Silvester mit schön OpenBar :-)

Am 26.12. ging es nun los Manhattan den Touristen zu zeigen. Um alles mal im Überblick zu sehen, haben wir erstmal eine Stadtrundfahrt gebucht. Nur für 4h, aber das hat gereicht. Gleich bei der Fahrt waren wir im World Financial Center, in das wir sowieso wollten, weil man von drinnen besser auf den Ground Zero sehen kann.

Nach der Stadtrundfahrt sind wir fleißig einige Stationen abgelaufen: Mirkos Arbeit, Grand Central Station, Rockefeller Weihnachtsbaum, Time Square, ...



Und nach dem Marsch hatten wir schon 17.00Uhr Hunger und haben gleich mal einen schönen Pub gefunden. Danach gings gleich heim und mit nem Schluck Wein war jeder dann in 5min eingeschlafen.



Am 27.12. gings wegen Regen uns UN Hauptquartier. Da mussten wir auch erstmal anstehen, um Karten für ne Führung zu bekommen. Englisch, Arabisch und Spanisch ist kein Problem, aber Deutsch zählt ja dort nicht als eine der wichtigsten, somit haben wir die Tour in Englisch gemacht. Leider war zu der Zeit schon das Attentat auf Bhutto, die Oppisitionelle von Pakistan, verübt wurden, so dass wir in den bekanntesten Raum (Security Council Chamber) mit den 15 Sitzen der Sicherheitsrates dort nicht rein konnten, da der für ne Krisensitzung vorbereitet wurde. Naja, aber die anderen waren auch interessant. Uns fiel auf, dass alles dort im 70Jahre Stil gebaut wurde, somit schon ocker und gelb.

Hier mal ein Schnapschuss von unserem Mittagessen an dem Tag.







Weiteres Highlight war die Brooklyn Bridge im Dunkeln. Dort war es abends ganz schön kalt und windig, aber das war egeal, denn so konnte man mal die Skyline im Dunkeln sehen.



Der 28.12. wurde wieder recht anstrengend. Erst gings für fast 1,5h in den Madison Square Garden für ne Führung incl. VIP Lougen ansehen :-) Im nächsten Jahr, also in ein paar Tagen, werden wir auch ein Spiel wieder dort sehen. Hoffentlich gewinnen da die Knicks mal.

Und dann gings auf den Rock. Überblick über die Stadt muss ja sein. So lange angestanden haben wir gar nicht, obwohl unten alles fast dicht war.




Von oben vom Rockefeller Center haben wir ne Menschenansammlung gesehen und haben uns darüber gewundert. Da haben wir mal ein bisschen überlegt und uns fiel es wie Schuppen von den Augen: Das ist die Schlange für die MoMA. Die kostet Freitags von 16-20Uhr nix. Und da das der einzige Freitag war, an dem wir Zeit hatten dafür, haben wir uns mit angestellt. Es ging auch relativ flott. So und nun Fazit aus dem ganzem MoMA Besuch: 6 Etagen, die beste war die mit der Malerei von van Gogh und Monet und Kandinsky und natürlich auch Andy Warhol, alles andere is Geschmackssache und für sonst $20 nicht jedem zu empfehlen, denn Gehäkeltes, Geschmolzenes und weiße Wände sind in meinen Augen keine Kunst.

Der Miff und die Sindy

Dienstag, 25. Dezember 2007

25.12.: typisch amerikanisch, aber irgendwie doch nicht

Der 24.12. war ja dieses Jahr ein Montag. An dem Tag ist Mirko noch mal arbeiten gegangen, weil wir an dem Tag außer dem Christmas Dinner mit der Familie nichts vorhatten. Außerdem ist an so einem Tag nichts Wichtiges zu tun und man kann eher gehen und bekommt trotzdem die Kohle für den ganzen Tag.

An dem Tag kamen die Kinder von den Angestellten und Mirko konnte mal die Kleinen von seinen Chefs sehen. Hier mal die ganze Rasselbande.




Und hier mal ein Blick aus dem Fenster in der 20.Etage, den er tagtäglich genießen kann.
Beneidenswert, oder?

Für Sindy war der 24. ein richtiger Feiertag. So ne 1-Raum-Wohnung will aber auch mal geputzt werden und besonders zu Weinachten und erst recht bei bevorstehendem Besuch.
Das Christmas Dinner rückte näher und näher, aber von Sindy's Eltern keine Spur. Es hatte an sich alles gut geklappt bis auf so paar Kleinigkeiten. Der Flieger in München musste wieder von der Startbahn rollen, weil ein Pärchen nicht mit drin saß, aber dafür die Koffer. Das Pärchen war irgendwie in einer anderen Maschine gelandet. Aber man fliegt dann doch beruhigter, wenn jeder Koffer einen Besitzer hat und erst recht wenn es zum JFK geht. In New York angekommen, naja fast, musste der Flieger noch fast ne Stunde um den Flughafen kreisen, weil so viel Betrieb am Boden war. Endlich gelandet, mussten die Passagiere immer noch ne Stunde im Flieger verbringen, weil es keine passende Ausstiegstreppe oder -rampe gab. Und zu guter letzt wusste der Taxifahrer nicht wirklich wo Forest Hills in Queens liegt und is mit den Einbahnstraßen und Namen so durcheinander gekommen, dass er dann das Taxometer ausgestellt hat. Den ungefähren Preis kannten wir ja durch unsere Ankünfte.

Doch ein bisschen geschafft konnten sich Sindy's Eltern aber dann auf das Abendbrot freuen. Lachs und Schwein gabs da in vorzüglicher Qualität. Und nicht zu vergessen der Wein.



Wir beide blieben dann noch ne Weile bei der Family bis wir dann doch die letzten waren und beschlossen mal 'Gute Nacht' zu sagen, damit die Familie die Geschenke auspacken konnte.



Der 1. Weihnachtsfeiertag begann zeitig. Ok erstmal mit einem ausgiebigen Frühstück, aber doch schon halb neun. Danach gings erstmal die Gegend erkunden: Drogerien, Lebensmittelmärkte,...


Und dann gings los mit dem Auto. Der nächste Halt war Manhassat. Das ist eine Stadt im Norden von Long Island, in der Romy, also Sindy's Schwester, ein Jahr als Au pair 1996 war. Die Gegend war auch richtig nobel: keine Fußwege, weil Auto ist ja Pflicht. Wir haben mal den Weg abgefahren, den Romy immer laufen musste, um mit dem Zug nach Manhattan reinzufahren. Nur bis zur Bahnstation in Manhassat waren es immer 45 Minuten. Puh. Und es war sicher nicht immer tolles Wetter dabei. Danach ging es nach East Meadow, zur Arbeitsstelle von Sindy.

Und dann war auch schon Mittag und wir sind zum ersten Mal hier in einen Diner gegangen. Auf der Speisekarte gab es Burger, Steaks, bissl mexikanisches Essen und Kaffee.
Hmm, wir hatten Hunger und es hat uns auch geschmeckt, aber wer das schick Essen gehen nennt ... Ok niemand muss in feinen Klamotten am ersten Weihnachtsfeiertag dort sitzen, aber da konnte man schon so eine Sorte von Amis beobachten.


Weil die Sonne so schön schien ging es zum Strand und dort konnte man sich noch mal ordentlich die Beine vertreten nach so einem gesunden Essen. Komischerweise waren dort recht viele, die auch mehr als 5 Meter gelaufen sind.


Der Miff und die Sindy

Sonntag, 23. Dezember 2007

Merry Christmas ...

Wir haben noch paar Bilder versucht zu knipsen, bei denen man die Weihnachtsbeleuchtung sieht.





Aber das is ganz schön schwierig. Wahrscheinlich wollte die Kamera den ganzen Kitsch nicht, so dass die Perfektion des Bildes an sich zu wünschen übrig lässt.


Dieses Wochenende haben wir gar nix besonderes gemacht, ok wir waren im Kino. Grund: morgen kommen ja schon Sindys Eltern und dann werden wir die nächsten 2 Wochen voll Sightseeing durchziehen inclusive Weihnachtsdinner und hoffentlich genialer Silvesterfeier in Manhattan. Also da gibts dann sicher wirklich tolle Bilder und Geschichten zu erzählen.

Bis dahin wünschen wir Euch erstmall...


Der Miff und die Sindy

Sonntag, 16. Dezember 2007

Weihnachten rückt näher...

...und das war auch bei uns diese Woche zu spüren. Wir beide hatten unsere Firmenweihnachtsfeiern. Am Montag war Sindy dran. Um 16 Uhr wurden alle aus der Abteilung mit einem absolut noblen Bus (so ne Art Limo) in East Meadow abgeholt. Fotos davon kommen leider erst später. Dann ging es weiter nach Manhattan ins "Session 73". Da gab es dann 3 Stunden Open Bar, leckere Häppchen und Essen vom Bufett. Relativ angetrunken hat Sindy dann gegen 22 Uhr den Heimweg angetreten. Dienstag war ich (Mirko) dann an der Reihe. Bei uns war es die Weihnachtsfeier der gesamten Firma, es ging zu einem Weinabend (genau das richtige für mich). Ich habe dort die ganze Zeit schön teuren Wein (so 50$ die Flasche - also eine Stufe überm Mosel-Saar-Ruwer!) genoxt, und mich ganz schön an die Grenze gebracht (viele haben mich gefragt warum ich so rot im Gesicht aussehe, vielleicht wissen ja einige von euch was das bei mir bedeutet;-) . Als sich die Party dann gegen 22 Uhr auflösen sollte, bin ich dann noch mit paar Chefs und zwei anderen Praktikanten in so ne noble Hotel-Lobby-Bar weitergezogen. Wollte erst nur noch ein Absacker-Bier trinken, als dann aber der große Chef gesagt hat, dass die Firma bezahlt, bin ich dann doch auf Cocktails umgestiegen. Leider war das mein Verhängnis, gegen 3 Uhr morgens bin ich voller Kopfschmerzen bei uns zu Hause angekommen. Blöd war nur, das ich am nächsten Tag wieder um 7 aufstehen musste - also hab ich mich in die Firma geschleppt um dann mitzubekommen, das sich die anderen Teilnehmer der 2. Station des Vorabends schön einen halben Tag frei gegönnt haben. Leider können wir von beiden Feiern keine Fotos zeigen, haben irgendwie das Knipsen vergessen.

Der Rest der Woche verlief relativ unspektakulär. Freitag waren wir mit Sindy erst was trinken und dann im Kino ("I am Legend" - können wir empfehlen, schöne Bilder und gutes Popcorn-Kino). Den gestrigen Tag haben wir dann für mehrere Besorgungen genutzt. Abends gings dann ins East-Village, wir haben dort dann durch Zufall ne Bar entdeckt, die von 10 bis Mitternacht Happy-Hour hatte, was natürlich perfekt für uns war.

Heute haben wir uns trotz beschissenem Wetter aufgemacht um mal ein Stück auf Long Island rauszufahren um die Atlantikküste am Jones Beach zu sehen. Dort stehen viele Sommerhäuser von Leuten aus Manhattan, da es noch nicht so teuer wie in den Hamptons ist, aber trotzdem am Meer liegt.
War echt cool da, aber im Sommer is das bestimmt besser.

Ok das war es erst einmal. Nächste Woche ist die letzte Arbeitswoche vor Weihnachten, dann haben wir ja erstma 2 Wochen Urlaub in denen uns Sindys Eltern und Schwester besuchen kommen.

Der Miff und die Sindy

Samstag, 8. Dezember 2007

Massen von Weihnachtstouristen

... und wir mitten drin. Am Samstag waren wir natürlich wieder in der City. Momentan ist es sehr schwierig so manch beliebte Straße entlang zu laufen. Wir haben uns darauf gefreut den Weihnachtsbaum vorm Rockefeller Center zu sehen, aber empfangen wurden wir erst einmal von einer riesigen Menschenmasse, als wir aus der Subway kamen.













Wir hoffen, dass direkt zu Weihnachten jeder von denen wieder zu Hause ist und Manhattan nicht mehr ganz so anstrengend voll ist.
Also hier: der prachtvolle geschmückte Baum mit dem dazugehörigem Ice Rink.
Ein klein bisschen besser geschmückt, hat sich Sindy das vorgestellt. Sind halt 'nur' bunte Lämpchen drauf und nix anderes. Dafür ist die Größe beeindruckend. Wir haben mal die Preise im Central Park fürs Schlittschuh laufen gesehen und da war man mit $12 am Wochenende dabei. Sicher ist es vor dem Rockefeller Center einen Tick teurer. Das Eis wird sicher auch nur über Nacht frisch gemacht, somit ist das Fahren darauf bestimmt nicht sehr angenehm.



Da wir in der Nähe von Mirkos Arbeit waren, haben wir gleich mal seinen Teriyaki Boy besucht. Dort ist er öfters zu Mittag und hier mal ein Bild davon. Rechts oben liegt Sushi, aber nur die California Roll Art, die nicht ganz so krass stinkend fischlastig ist.
War doch recht lecker.

Am Abend zuvor, also am Freitag, waren wir zur Weihnachtsfeier von der deutsch-amerikansichen Handelskammer. Das ganze fand in der German St. Pauls Church statt. Es gab reichlich Glühwein, Lebkuchen und Pretzen. Wenn man aber bedenkt, dass dafür jeder $15 gezahlt hat, war es doch recht enttäuschend. Es gab keine wirkliche Eröffnungsrede oder ähnliches. Man kam hin, trank und aß, kam mit dem ein oder anderen ins Gespräch und ging wieder. Zusätzlich zum Glühwein gabs auch Weißwein, der war aber echt ungenießbar. Wein ist hier schon teuer, aber da hätte man dann doch ganz auf den verzichten können.

Montag, 3. Dezember 2007

Die Adventszeit hat begonnen ...

Mit Adventszeit einläuten meinen die's hier ganz schön ernst. Die Weihnachtslieder im Radio können einen auch auf den Nerv gehen, wenn man lang nach einem Sender suchen muss, der was normales bringt.

Die letzte Arbeitswoche war ganz schön hart für uns zwei, denn 4 Tage frei hat den Früh-Aufsteh-Rhythmus ganz schön aus den Fugen gebracht. Aber ..., wir haben die Woche geschafft! Das Wochenende wollten wir aber schön ruhig angehen. Nix machen. Außer shoppen. Und wir beide haben auch ein paar preiswerte Markensachen gefunden. Ganz in dem Sinne: man muss sich ja mal was gönnen.

Samstag Abend sind wir nach Manhattan reingefahren. Ein Intern von Lufthansa hat in ihren Geburtstag reingefeiert und so gings erstmal ins Jeryll&Hyde Restaurant. War recht interessant. Ist wie eine Art Gruselhaus aufgebaut, in dem man speist und in dem man aller 15min durch eine 'Gruseleinlage' unterhalten wird. Dafür ist es auch ein bisschen teurer.

Wer ein bissl mehr wissen will: www.jekyllandhydeclub.com

Nachher sollte es dann eigentlich noch weiter in nen Club gehen, aber da wir fast ne Stunde auf die Bahn warten mussten, haben wir uns dann doch fuer den Heimweg entschieden. Auch so waren wir erst gegen 3 Uhr zuhause. Dort haben wir noch jeder ein Glas Wein getrunken und sind dann ziemlich müde ins Bett gefallen. Sonntag morgen haben wir dann nicht schlecht geschaut, es lag Schnee und zwar nicht zu wenig. So, das war es dieses Mal auch schon, nächstes Mal gibt es bestimmt mehr zu berichten.

Der Miff und die Sindy

Sonntag, 25. November 2007

Thanksgiving in Boston (II/II)

Puh war das schwierig sich am Freitag für den 2-Tages-Autotrip nach Boston zu motivieren. Doch Hostel war schon gebucht (oder wenigstens angezahlt). Google Maps Karten waren auch schon ausgedruckt, um sich auch nicht zu verfahren. Also konnte es losgehen. 230 Meilen (ungefähr 350km) mit dem Auto lagen vor uns. Gleich auf dem ersten Streckenabschnitt musste man an ner Mautstation wieder für ne Brücke bezahlen . Als wir wieder weiter fahren wollten, stand da ein Stop-Schild. Aber es waren so wenig Autos unterwegs, dass ich (Sindy) mich nur für langsameres Fahren entschieden hatte, und nicht wirklich gestoppt habe. Und?... Gleich war die Polizei mit Blaulicht hinter mir und ich musste rechts ranfahren. Boah, war ich aufgeregt. Auch wenns nur um ne Geldstrafe gehen würde von $200 oder so, ist das auch auch viel. Zum Glück ging alles gut, hatte meinen Führerschein mit und auch meinen internationalen mit dabei. Einsichtige Sätze und erschrockenes Gesicht waren sicher auch keine schlechte Reaktion von mir. Trotzdem ging mir das Ereignis lange nicht aus dem Kopf und wir hatten ja noch 90% der Strecke vor uns. Ich bin ab da nur noch vorgeschriebenes Speed Limit gefahren. Besser ist besser, auch wenn ich von allen und allem überholt wurde. 4,5 Stunden hat die Fahrt gedauert, da immer ein Speed Limit von 55mph oder 65mph (Meilen pro Stunde) galt. Da wir leider kein Tempomat haben, taten danach der Fuß und jegliche beteiligten Muskeln an dem rechten Bein weh. Und das waren nur ein bissl mehr als 200 Meilen. Wir hatten mal gedacht, dass wir später, wenn wir rumreisen vor dem Heimflug, von Las Vegas aus an die Westküste fahren mitm Auto, d.h. 1000 Meilen. Das scheint nun keine gute Idee mehr zu sein, vor allem wenn der Flug nur $70 kostet. Mal sehen.

Auf dem Weg haben wir noch was Feines gesehen:





Unser Hostel haben wir gut gefunden, auch wenn wir bei der Abfahrt einen falschen Abzweig genommen haben. Von außen sah das Hostel richtig genial aus, aber drinnen, naja ganz einfach. Dafür gab es aber einen Fernseher und ne Mikrowelle. Großes Plus an dem Hostel war aber seine Lage. An dem Freitag Abend sind wir natürlich schon mal rein in die Innstadt von Boston gefahren. Die haben dort auch ne Subway, nur dass die 'außerhalb' als Straßenbahn fährt. Nett war, dass die Bezahlung am Automaten nicht klappte und der Fahrer uns für umsonst durchwinkte. Top!

Unser Ziel an dem Abend war die Boston Tea Party oder jedenfalls die Stelle am Pier. Aus der Subway rauskommend haben wir uns gleich mal für die falsche Richtung entschieden und sind erstmal ne kleine Runde gelaufen bis wir dann wirklich ankamen. Es wäre nicht so schlimm gewesen, denn wir haben ja mehr gesehen, als wir wollten, jedoch war das so sau kalt und windig - kaum zum aushalten. In den Nachrichten hörten wir später, dass es die kälteste Nacht seit langem war. Perfekt abgepasst, könnte man sagen. Also, als wir am Ziel ankamen waren wir ein wenig enttäuscht. Es gab nix besonderes: kein Boot, kein Steg, nur ein Schild an der Wand vom Interconti Hotel:-( So, dann war es halb sieben und wir wollten was essen. In der Gegend gab es aber nicht so viel oder recht teures, also gings wieder zurück in unser Hostelgebiet. Das Gebiet war für den Zweck viel besser, da die Harvard University, Boston University und das Boston College in der Nähe war und somit auch die Preise dem Studentenbudget angepasst waren. Wir haben eine Kneipe gefunden, die war perfekt für uns. Recht preiswertes Essen, laute Musik, jegliche Biersorten (ca. 200) und somit ne tolle Stimmung. Wir haben uns ne Portion Nachos bestellt, die war $12 mit Hühnchen. Die Kellnerin meinte schon, dass die Potion groß ist, aber so groß haben wir nicht vermutet. Ein Viertel haben wir davon gegessen, danach passte nix mehr rein und und wir haben uns den Rest einpacken lassen (so hatten wir am Samstag und Sonntag noch was leckeres zu Essen). Gemütlich gings dann zum Hostel.

Nächsten Morgen klingelte der Wecker wieder 8Uhr, an dem Tag mussten wir ja mal was sehen von Boston. Auto konnten wir zum Glück am Hostel lassen bis Abends, so kamen keine Parkgebühren hinzu. Da es im Hostel kein Frühstück gab, sind wir auf dem Weg zur Subway bei Mc Donalds frühstücken gegangen. Der heiße Kaffee dort war wirklich notwendig. Sonst war das Frühstück dementsprechend halt. Der Samstag war an sich prima. Sonnenschein und blauer Himmel, aber arschkalt. Zum Glück hatten wir Handschuh und Mütze mit. Kurz im Visitor Center reingeschaut, ne Stadtkarte geholt und dann gings los. 3h war die geschätzte Zeit für den bekannten Freedom Trail, auf dem die Geschichte der Stadt 'erzählt' wird. Das ist ne 3 Meilen lange rote Linie auf der Straße die an 16 Sehenswürdigkeiten vorbei führt. Zum Glück konnte man auch in manche Gebäude rein und sich wieder aufwärmen. Am Ende des Trails kam man zur USS Constitution, ein recht altes Segelschiff mit schönen alten Kanonen. Das haben wir dann nochmal ausführlich erkundet.


Hier noch ein paar weitere Impressionen von Boston:















Unserer Meinung von Boston: halt ne nette ‚kleine’ Stadt mit Historie und Hochhäusern fürs Business, aber nix was man UNBEDINGT gesehen haben muss. Washington war da schon beeindruckender, obwohl wir da viel weniger gesehen haben.

Der Miff und die Sindy

Happy Thanksgiving (I/II)

In der letzten Woche hatten wir nur 3 Arbeitstage, da Thanksgiving am Donnerstag war und wir beide uns den Freitag freigenommen haben (so wie die meisten hier). Thanksgiving ist hier noch wichtiger als Weihnachten, denn nicht jeder feiert Weihnachten. Für den Tag haben sich schon viele lange im Voraus vorbereitet oder 1 bis 2 Tage eher die Tour zur Heimat angetreten. Das hat man auf den Straßen gemerkt, auch auf Long Island.

An dem Donnerstag konnten wir leider nicht ausschlafen, denn wir wollten zu der Thanksgiving Parade und die war schon von 9-12Uhr.








Wie kann man nur ne Parade um 9Uhr starten an einem Feiertag? Nach ner Weile sich durch die Menschenmassen schlagend hatten wir einen recht guten Platz an der Straße und konnte auch unsere Fotos machen. Hoher Besuch war sogar auch dabei: der gute alte Schreck und Good Charlotte.

Es gab auch noch weitere amerikanische Sänger(innen), die wir aber alle nicht kannten. Dem Geschrei nach zu Folge waren die wohl ganz schön bekannt. Aber hey, die haben ja sogar bei Kitty geschrien wie blöde (und nicht nur die Kinder)


Wir waren am Donnerstag Abend zum Thanksgiving Essen eingeladen worden, worüber wir uns sehr gefreut haben. Da es Sitte ist etwas mitzubringen bei so einem Dinner, haben wir einen selbstgemachten Broccoli-Salat mit genommen, den wir laut Internet süß und mit Bacon angerichtet haben. Hauptsache süß musste unser Dish sein, da das Thanksgiving die Weihnachtszeit einläutet und daher wahrscheinlich alles wenigstens bissl Zucker enthaltet sollte. Bei Nadia und Helio waren so 15 Leute im Haus und jeder konnte schon vorher sich vom Brotkorb und Aufstrich bedienen. Das Essen kam dann alles auf den großen Tisch und jeder aß dort, wo er gut sitzen konnte. Wir haben auch ne Flasche Wein mitgebracht, da wir uns schon dachten, dass viel Wein drauf geht und das war auch so. Kaum war das Glas leer, kam Helio oder Nadia und wollte gleich neu einschenken. Puh. Nachdem viele schon weg waren und nur noch 2 Freunde von Nadia mit uns in der Küche saßen , gab es eine recht ungewöhnliche Unterhaltung. Mit am diskutieren war ein schwuler Franzose, der mittlerweile Amerikaner ist und ganz schön krasse Ansichten über Juden, Muslime und Hitler hatte. Und krass heißt nicht ne negative Meinung über letzteren, wenn ihr versteht;-) Halb zwei haben wir uns dann verabschiedet von der Runde, da wir sau müde waren und nächsten Tag unsere Boston Tour starten wollten.

Rechts seht ihr ein Beweisfoto, dass Mirko sich schon bestens mit Nadias Hund namens LEO angefreundet hat.



Der Miff und die Sindy

Sonntag, 18. November 2007

Indian Summer in Sleepy Hollow

Der Freitag eröffnete das Wochenende diesmal mit einer teuren Restaurantrechnung. Wir haben uns endlich mal auf die Warteliste schreiben lassen in der immer voll ausgelasteten Mexican Bar, um mal in der Nähe was zu essen und sich gleichzeitig schöne Drinks zu gönnen. Die Preise waren gar nicht so teuer. Am Ende kam dann aber doch ne ganz schöne Summe zusammen, denn so ein Frozen Magharita hat schon $8 gekostet und zu allem kommt ja noch Tax und Tip dazu. Dafür haben wir danach das Kino ausfallen lassen und lieber einen Film aufm Rechner gesehen. Ha, und so waren wieder $21 'gespart'.
Der Samstag war bei uns dann der gemütliche Tag, da wir an dem Tag nicht das Auto hatten. Nach ner Jogging- und Skype-Runde gabs erstmal schön 15.30Uhr Mittag: schön panierte Hähnchen-Schnitzel mit Mischgemüse - fast wie in Deutschland. Danach hat Sindy in der Nähe ein Einkaufszentrum inspiziert. Am besten man geht da aber vormittags, denn sonst sieht es schlimm aus in den Geschäften: alles durcheinander, auf dem Boden liegend, ... Da wir am Freitag so viel Geld ausgegeben haben, haben wir am Abend dann lieber zuhause ne Flasche Wein leer gemacht.

Sonntag sollte es schon relativ zeitig losgehen, aber hmm wurde dann doch erst nach 12Uhr. Der Wecker war nicht willkommen und wurde kurzer Hand ausgestellt. Doch dann ging es los. Erst einmal den Weg notieren, da wir ja keine Karte haben und auch keinen Drucker. Es sollte dieses Mal Richtung Norden gehen, um auch mal was anderes vom Bundesstaat New York zu sehen.


Also sind wir über die Queensborough Bridge nach Manhattan rein gefahren, dann schön durch Manhattan von Ost nach West und dann Richtung Norden am Hudson River entlang. Die Strecke war echt top, da sieht man auf wenigen Meilen so viele unterschiedliche Gegenden. Allerdings sind wir ein paar Mal vom Weg abgekommen, da wir nur kleine Straßen fuhren und bei ner Gabelung nicht so gleich wussten wohin es geht. Als wir wenden wollten, weil wir wieder in Richtung New York fuhren, haben wir dann doch eine der steilsten Straßen erwischt am Hudson River. Gefälle von mind.20%. Nach ner Weile kamen wir dann nach Sleepy Hollows (sah aber nicht so trostlos aus wie im gleichnamigen Jonny Depp Film). In der ganzen Umgebung gibt es die schönen großen Villen und dann z.B. das riesen Landgut von John D. Rockefeller oder das Lyndhurst Anwesen (Bild). Es hat zwar sogar öfters die Sonne geschienen und so war die Gegend nicht schlecht anzusehen im Herbst. Mirko ist ja eh so ein Fan vom Indian Summer, da war er voll in seinem Element. Nachdem wir dann noch ein wenig zu Fuß die Gegend erkundet hatten, ging es dann aufgrund der untergehenden Sonne wieder zurück nach Queens.


Etwas ungewöhnlich sind immer noch die Mautstationen vor jeder Brücke oder auf großen Highways, da muss man sich vorher schon genau überlegen wo man hin will, sonst kann es ganz schnell teuer werden. So, soviel erstmal von uns beiden. Nächste Woche steht ja Thanksgiving vor der Tür, da werden wir bestimmt wieder ein paar Zeilen drüber schreiben können. Bis dahin,


Der Miff und die Sindy