Sonntag, 25. November 2007

Thanksgiving in Boston (II/II)

Puh war das schwierig sich am Freitag für den 2-Tages-Autotrip nach Boston zu motivieren. Doch Hostel war schon gebucht (oder wenigstens angezahlt). Google Maps Karten waren auch schon ausgedruckt, um sich auch nicht zu verfahren. Also konnte es losgehen. 230 Meilen (ungefähr 350km) mit dem Auto lagen vor uns. Gleich auf dem ersten Streckenabschnitt musste man an ner Mautstation wieder für ne Brücke bezahlen . Als wir wieder weiter fahren wollten, stand da ein Stop-Schild. Aber es waren so wenig Autos unterwegs, dass ich (Sindy) mich nur für langsameres Fahren entschieden hatte, und nicht wirklich gestoppt habe. Und?... Gleich war die Polizei mit Blaulicht hinter mir und ich musste rechts ranfahren. Boah, war ich aufgeregt. Auch wenns nur um ne Geldstrafe gehen würde von $200 oder so, ist das auch auch viel. Zum Glück ging alles gut, hatte meinen Führerschein mit und auch meinen internationalen mit dabei. Einsichtige Sätze und erschrockenes Gesicht waren sicher auch keine schlechte Reaktion von mir. Trotzdem ging mir das Ereignis lange nicht aus dem Kopf und wir hatten ja noch 90% der Strecke vor uns. Ich bin ab da nur noch vorgeschriebenes Speed Limit gefahren. Besser ist besser, auch wenn ich von allen und allem überholt wurde. 4,5 Stunden hat die Fahrt gedauert, da immer ein Speed Limit von 55mph oder 65mph (Meilen pro Stunde) galt. Da wir leider kein Tempomat haben, taten danach der Fuß und jegliche beteiligten Muskeln an dem rechten Bein weh. Und das waren nur ein bissl mehr als 200 Meilen. Wir hatten mal gedacht, dass wir später, wenn wir rumreisen vor dem Heimflug, von Las Vegas aus an die Westküste fahren mitm Auto, d.h. 1000 Meilen. Das scheint nun keine gute Idee mehr zu sein, vor allem wenn der Flug nur $70 kostet. Mal sehen.

Auf dem Weg haben wir noch was Feines gesehen:





Unser Hostel haben wir gut gefunden, auch wenn wir bei der Abfahrt einen falschen Abzweig genommen haben. Von außen sah das Hostel richtig genial aus, aber drinnen, naja ganz einfach. Dafür gab es aber einen Fernseher und ne Mikrowelle. Großes Plus an dem Hostel war aber seine Lage. An dem Freitag Abend sind wir natürlich schon mal rein in die Innstadt von Boston gefahren. Die haben dort auch ne Subway, nur dass die 'außerhalb' als Straßenbahn fährt. Nett war, dass die Bezahlung am Automaten nicht klappte und der Fahrer uns für umsonst durchwinkte. Top!

Unser Ziel an dem Abend war die Boston Tea Party oder jedenfalls die Stelle am Pier. Aus der Subway rauskommend haben wir uns gleich mal für die falsche Richtung entschieden und sind erstmal ne kleine Runde gelaufen bis wir dann wirklich ankamen. Es wäre nicht so schlimm gewesen, denn wir haben ja mehr gesehen, als wir wollten, jedoch war das so sau kalt und windig - kaum zum aushalten. In den Nachrichten hörten wir später, dass es die kälteste Nacht seit langem war. Perfekt abgepasst, könnte man sagen. Also, als wir am Ziel ankamen waren wir ein wenig enttäuscht. Es gab nix besonderes: kein Boot, kein Steg, nur ein Schild an der Wand vom Interconti Hotel:-( So, dann war es halb sieben und wir wollten was essen. In der Gegend gab es aber nicht so viel oder recht teures, also gings wieder zurück in unser Hostelgebiet. Das Gebiet war für den Zweck viel besser, da die Harvard University, Boston University und das Boston College in der Nähe war und somit auch die Preise dem Studentenbudget angepasst waren. Wir haben eine Kneipe gefunden, die war perfekt für uns. Recht preiswertes Essen, laute Musik, jegliche Biersorten (ca. 200) und somit ne tolle Stimmung. Wir haben uns ne Portion Nachos bestellt, die war $12 mit Hühnchen. Die Kellnerin meinte schon, dass die Potion groß ist, aber so groß haben wir nicht vermutet. Ein Viertel haben wir davon gegessen, danach passte nix mehr rein und und wir haben uns den Rest einpacken lassen (so hatten wir am Samstag und Sonntag noch was leckeres zu Essen). Gemütlich gings dann zum Hostel.

Nächsten Morgen klingelte der Wecker wieder 8Uhr, an dem Tag mussten wir ja mal was sehen von Boston. Auto konnten wir zum Glück am Hostel lassen bis Abends, so kamen keine Parkgebühren hinzu. Da es im Hostel kein Frühstück gab, sind wir auf dem Weg zur Subway bei Mc Donalds frühstücken gegangen. Der heiße Kaffee dort war wirklich notwendig. Sonst war das Frühstück dementsprechend halt. Der Samstag war an sich prima. Sonnenschein und blauer Himmel, aber arschkalt. Zum Glück hatten wir Handschuh und Mütze mit. Kurz im Visitor Center reingeschaut, ne Stadtkarte geholt und dann gings los. 3h war die geschätzte Zeit für den bekannten Freedom Trail, auf dem die Geschichte der Stadt 'erzählt' wird. Das ist ne 3 Meilen lange rote Linie auf der Straße die an 16 Sehenswürdigkeiten vorbei führt. Zum Glück konnte man auch in manche Gebäude rein und sich wieder aufwärmen. Am Ende des Trails kam man zur USS Constitution, ein recht altes Segelschiff mit schönen alten Kanonen. Das haben wir dann nochmal ausführlich erkundet.


Hier noch ein paar weitere Impressionen von Boston:















Unserer Meinung von Boston: halt ne nette ‚kleine’ Stadt mit Historie und Hochhäusern fürs Business, aber nix was man UNBEDINGT gesehen haben muss. Washington war da schon beeindruckender, obwohl wir da viel weniger gesehen haben.

Der Miff und die Sindy

3 Kommentare:

Anonym hat gesagt…
Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.
Anonym hat gesagt…

Abend,
nun auch mal eine Meldung von mir und gleichzeitig ein dickes Lob für die stetige und interessante Berichterstattung. Bei euren tollen Aktivitäten könnte man ja fast bissl neidisch werden. Aber seid wachsam, amerikanisierte Deutsche sind schrecklich nervig. Ach und übrigens, das Foto von Mirko und dem Hund ist doch ein Fake, oder?

In diesem Sinne... Grüsse Nogger

Anonym hat gesagt…

he miff und sindy auch mal ne meldung von mir. Mir gehts gut.
Grüße Glenn