Montag, 29. Oktober 2007

Chinatown-Bus im wahrsten Sinne des Wortes

Der Freitag vorm letzten Wochenende ging ruhig zu Ende. Nur ein wenig Wein am Abend und mit nem schönen Baseball-Spiel im TV. Es gab nämlich einen triftigen Grund dafür und der hieß 2-Tages Trip nach Philadelphia, Baltimore und Washington. Der Preis dafür war mit 75$ inkl. Übernachtung und Frühstück auch noch ok. Samstag früh, nein eigentlich noch nachts, kurz nach 5.00Uhr klingelte der Wecker bei uns, damit wir den Bus nicht verpassen. Auch wenn wir alles zeitlich gut geplant hatten, sollte der Morgen noch spannend werden. Erstmal hat es gegossen wie aus Kübeln und dann viel auch noch die Metro-Bahn aus. So kam es dazu, dass wir nur noch 30Minuten Zeit hatten und wir noch 5km weit weg waren von unserem Ziel. Der Ersatzbus war natürlich völlig überfüllt. Und so musste ein Taxi her, aber wie samstags 6.45Uhr, wenn selbst viele Taxifahrer in der Gegend selber noch schliefen. Uns sprach einer an, woher wir waren, da wir uns laut auf deutsch unterhalten hatten. Mit dem haben wir dann ein Taxi genommen. Er hat es uns 'organisiert' in der Hektik. Er wollte ja selber noch irgendwo hin. Das Taxi war dann auch kein richtiges Taxi, sondern eher so ein privates Aushilfstaxi. Unter Zeitstress stiegen wir ein. Kohle war auch noch ok. Und da der eine Latino war, konnte er dem Latinofahrer auch vermitteln, dass wir ganz schnell zu unserem Ziel müssen. Am Ziel stiegen wir schnell aus und rannten, im Regen natürlich noch, zu unserem Start der Reise. 5min eher als Abfahrzeit waren wir da und es war nur ein Bus zu sehen und der war nicht unserer. Wir hatten schon gedacht, es war zu spät. Wir schauten uns um und irgendwie sahen wir nur Chinesen. 10min später kam dann auch unser Bus. Puh nochmal Schwein gehabt, sonst wären viele Dollar einfach flöten gegangen. Wir fuhren nach Manhattan rein, um noch weitere abzuholen. Am Ende saßen im Bus 50 Leute, davon 4 Latinos und wir 2,der Rest alles Chinesen. Naja, war ja auch ne chinesische Agentur. Zum Glück wars dann zweisprachig und das Englisch vom Reiseleiter war auch ok. Nur das es schon um 9Uhr nach chinesischem Essen gerochen hatte. Gewöhnungsbedürftig.
Der Besuch von Phily war ganz schnell vorbei.










Die Stadt hat außer seinem historischen Platz mit der Independence Hall und Liberty Bell sonst kaum was zu bieten. Ne halbe Stunde haben wir uns dort aufgehalten und zusammen mit den Chinesen schön unsere Fotos gemacht.









Der nächste Halt war Baltimore. Die Stadt sah man schon von weitem. Hat auch ein paar
Wolkenkratzer und nen netten Hafen.













Mehr als ne halbe Stunde war aber wieder nicht drin. Hauptziel des Trips war ja Washington.

Damit solche Fahrten immer ein bisschen billiger werden, muss man natürlich irgendwas besuchen... Glas Museum, Schokoladen Museum. Die beiden Museen waren auf unserer Tour zum Glück nicht, aber dafür ging es in eine Tropfsteinhöhle 70Meilen hinter Washington.
Wir sind nicht reingegangen und haben uns somit $20 für jeden gespart und sind lieber draußen bisschen rum gelaufen.


Es war so herrlich ländlich und anders als NY,
dass wir das eher sehen wollten. Nach einem geilen Sonnenuntergang gings dann weiter Richtung Hotel in Washington. Und das war echt klasse. Natürlich kein Luxus, aber auch keine Bruchbude. Für das hätte man in NY bestimmt mindestens $150 die Nacht zahlen müssen. TV war auch mit am Start. Zum Glück hatten wir uns bei einem Halt ne Flasche Wein gekauft, denn ne Bar gabs dort nicht in dem Hotel.

Der zweite Tag ging auch wieder halb sieben los
. Im Zentrum von Washington haben wir uns ca.3h aufgehalten. Haben all die 'wichtigen' Gebäude gesehen, wie das weiße Haus und das Capitol, halt das ganze bekannte Zeug. So groß is das gar nicht. Außerhalb soll man sich ja sowieso nicht aufhalten, da Washington recht gefährlich ist in den Suburbs. Vorm Capitol wollten 2 Chinesen sogar ein Foto mit uns, also immer einer in der Mitter und wir links und rechts daneben. Anfänglich haben wir zwar gedacht wir sollen ein Foto von den beiden mit ihrer Kamera machen,aber nach der netten Bitte, auf chinesisch wohl gemerkt, haben wir dann doch ihre Absichten vestanden. Zum Lunch ging es wieder in ein chinesischen Restaurant. Wo auch sonst hin? Aber wir haben uns immer was anders gesucht. Wir wollten unseren Mägen nicht zu viel zu muten. Und nach 4-5h Fahrt waren wir wieder zuhause. Völlig geschafft und mit der Gewissheit, dass wir in zwei Tagen echt sauviel gesehen haben (insgesamt 7 Staaten - New York, New Jersey, Pennsylvania, Maryland, Virginia, Delaware, Washington D.C. - wir können jetzt bissel besser verstehen wie die Asiaten Europa in nur 2 Wochen erkunden können). Außerdem hatten wir bis auf Samstag früh echt nur saugeiles Wetter. Sindy hat ab heute übrigens angefangen zu arbeiten, davon wird sie aber im nächsten Post näheres berichten.

Der Miff und die Sindy


Donnerstag, 25. Oktober 2007

Wings und Basketball, passt das zusammen?

Da gibt es eine eindeutige Antwort: JA
Wo sonst würde man fast überall Chicken Wings bestellen und zu einem großen Basketballspiel gehen können als bei den Amis.

Und als wär das nicht genug, gibt es auch noch Happy Hour Zeiten für Wings. Unsere haben am Montag 20cent das Stück gekostet. Da haben wir uns gleich mal 30 bestellt, aber da waren die Augen wieder größer als der Mund. Von Geldverschwendung kann man bei 20cent nicht sprechen, aber Wings liegen lassen tut auch weh. Für dieses preiswerte Abendessen sind wir ins 1849 gegangen. Man munkelt, sogar der Realheld soll einst dort gespeist und sich vergnügt haben. War echt mal ein Hingucker der Laden, schön mit Sesseln und Flachbildfernsehern überall. Schade, dass wir die Kamera nicht mithatten. Hatte ja keiner ahnen können, dass das dort so gemütlich wird.

Mittwoch gings zum ersten Mal in den Madison Square Garden zu den NY Knicks gegen Philadelphia. Das Spiel war zwar nur ein Preseason-Spiel, aber dafür haben wir Karten für $15 pro Person noch Anfang Oktober bestellen können. Bei allen Saisonspielen sah es da schon mau aus. Auf jeden Fall war die Sicht nicht so schlecht wie man dem Preis nach vermuten könnte. 19 000 Leute passen in das Ding rein (wenn Basketball stattfindet, glaube ich). Wir waren eine Stunde vor Anpfiff da. So lautete die Empfehlung der Homepage vom MSG. Naja, hätten auch später kommen können, da die Bude nicht gerade voll war. Wir saßen natürlich direkt unter einem Fressstand. Irgendwie hat es immer nach komischen HotDog gerochen. Und vor einem Spiel muss natürlich die amerikanische Nationalhymne gesungen werden. Im Spiel gab es schon ganz schön viele Fehler: Zeit, Schritte - hatten uns ein wenig gewundert da das ja eigentlich Profis sind. Vielleicht fehlt uns dazu aber auch das nötige Basketballverständnis. Aber dafür gab es ein paar schoen anzusehende Aktionen von den Knicks und insgesamt viele Punkte. Schade war nur das wir eigentlich keinen Spieler dort kennen - kann ja mal jemand der Basketball-Profis von euch in die Kommentare schreiben auf welche "Stars" man zukünftig achten sollte (obwohl die Knicks wohl nich so viele haben, oder?). Nate Robinson, Zack Randolph und Eddy Curry waren auf jeden Fall ganz cool anzuschauen. Die Stimmung fanden wir auch eher durchwachsen, wenn ich da zum Beispiel an so manche Oaks-Spiele denke. Aber vielleicht kann man auch die Kamenzer Schweitzer-Halle nich mit dem Madison Square Garden vergleichen.



Im Januar und März werden wir wieder zu den Knicks gehen - einmal gegen Sacramento und einmal gegen Miami. Da werden wir ein wenig bessere Karten haben. Mal sehen wie da die Sicht ist und vor allem die Stimmung.






Der Miff und die Sindy

Sonntag, 21. Oktober 2007

Ein Wochenende mit Alk und Sport

So heute wirds mal wieder Zeit für einen neuen Eintrag. Erstmal wollte ich mal kurz was über meine Arbeitstelle schreiben. Also wo ich arbeite hab ich ja schon gesagt, bis dorthin brauche ich von Tür zu Tür ca. 50min, bin also schon ne Weile unterwegs. PB Capital is ne kleine Firma mit ca. 70 Mann und beschäftigen sich mit strukturierten Kreditderivaten besonders im Immobilienbereich. Daher brennt auch seit der letzten Krise hier ordentlich die Luft, es is also ne Menge zu tun. Ich bin im Structuring angestellt, dort geht es halt darum sogenannate CDOs zusammenzustellen und schließlich auch evtl. Umschichtungen vorzunehmen (weiter geh ich mal nich drauf ein, soll ja keine BWL-Vorlesung werden). Das Problem zur Zeit is halt, dass mein Boss ziemlich viel zu tun hat und mich somit nicht richtig einarbeiten kann. Daher fehlt mir noch eine richtige Projektaufgabe und ich muss eher so kleinere Aufgaben erledigen und habe auch öfters mal Leerlauf. Aber das wird sich hoffentlich noch geben. Soviel zur weniger angenehmen Seite unseres New York Aufenthalts. Jetzt mal zum letzten Wochenende.

Am Freitag Abend waren wir mal wieder die Happy Hour Kneipen austesten - und ich muss sagen das hatte sich voll gelohnt. In der ersten Bar gabs Cocktails und Mixgetränke für 4 Dollar (das is hier echtn Traumpreis) und da haben wir uns erstmal schön zwei eingelassen. Dabei gabs auch noch ne richtig schöne Barkeilerei, mit allem was dazugehört - Schlägen, Türsteher und Sätze wie "I will come back and kill you". Da isses echt gut zu wissen, dass New York ziemlich strenge Waffengesetze hat. Nachdem wir die Bar gegen 9 Uhr schon mehr als angeheitert verlassen haben (nur weil die Happy Hour zu Ende war), ging es zwei Blocks weiter in die nächste Location. Das war eher so ein Alternative-Rock-Schuppen aber mit günstigen Getränken bis 22 Uhr. Dort haben wir also nochmal ordentlich was genoxt. In Verbindung mit wenig Essen am Abend fing sich dann das Karusell doch schon stark zu drehen an.
Am Samstag war dann dementsprechend erstmal ausruhen angesagt. Nach dem morgentlichen Joggen haben wir uns einen schönen und entspannten Tag in Queens gegönnt. Eigentlich war abends dann noch Kino auf dem Plan, aber aufgrund 11 Dollar pro Person Eintritt und keinen wirklichen Highlights im Kino haben wir dann mal zu Hause ein Film auf dem Laptop geschaut.


Heute waren wir dann auf Roosevelt Island, das is ne kleine Insel im East River zwischen Queens und Manhattan.
Von dort hat man ne wunderschöne Aussicht auf Midtown Manhattan. Außerdem steht da auch noch ne abgefahrene alte Ruine eines alten Herrenhauses.
Leider war da wirklich überall ein Zaun drumrum der mich von weiteren Erkundungen abgehalten hat, und jeder der mich etwas näher kennt weiß, wie schwer ich an solchen Sachen vorbeigehen kann. Naja aber da ging halt nix zu machen.




Danach stand ein weiteres Highlight auf dem Tagesplan. Die GACCNY, das is die Organisation die mein Visum besorgt hat, hatte alle dt. Praktikanten zu einem zweieinhalbstündigen Grundkurs Baseball im Central Park eingeladen. So richtig mit zwei Trainern, Regelkunde und Abschlussspiel. Und das Beste war: das alles gabs für 0 Lack, nur etwas Trinkgeld sollten wir den Trainern zustecken. Ich fands wirklich richtig cool mal sowas zu probieren. Außerdem hab ich mich gefreut im Spiel auch den Ball ordentlich getroffen zu haben - hätte vorher gedacht das ich das nicht hinkriege.

So und mit dem Ende des Tages neigt sich auch dieser Eintrag seinem Ende zu. Neues von uns gibts dann in paar Tagen.

Der Miff und die Sindy

Montag, 15. Oktober 2007

The Empire State Building

Endlich war es soweit heute. Ich hab Mirko wieder von Arbeit abgeholt und wir sind dann schnell zum Empire State Building gelaufen.


Wir wollten unbedingt im Hellen noch oben sein, den Sonnenuntergang miterleben und dann auch NY im Lichtermeer. Hat auch echt top geklappt.
Hat zwar ne Weile gedauert bis wir auf der Plattform waren, aber der Montag heute war echt gut ausgewählt, bei den wenigen Besuchern und wenig Wolken. Der ganze Spaß hat aber leider auch 18Lack für jeden gekostet.



Wir haben über 70 Bilder dort oben geschossen. Schon allein deswegen, weil beim Fotografieren bei Dämmerung nicht immer die besten Bilder bei unserer Kamera entstehen. Und ne wackelige Hand ist auch schädlich für solche Bilder.

Auf dem Bild haben wir mal Queens mitabgelichtet. Ganz links kann man die Queensboro Bridge sehen. Betonung auf kann man, muss man aber nicht.


Wattn tolles Bild von Mirko, he? Mirko hat sich erst gar nicht umgezogen, sondern ist gleich mit seiner Business Kleidung hin. Sah echt fesch aus. Vielleicht aber hier nicht so ganz zu sehen. Und ich stand daneben im tollen Touristen Outfit: Jeans, gemütliche Jacke und Fotoapparat.

Und als hätten wir nicht genug ausgegeben, sind wir noch was Essen gegangen. Naja, eher Snacken. Zur Happy Hour Zeit gabs Nachos und Bierchen. Ein Mojito für jeden musste auch sein, denn der war bloß $7. Waren ja fast schon Dresdner Preise.

Der Miff und die Sindy

Sonntag, 14. Oktober 2007

Laufen, Laufen und nochmals Laufen

Den Samstag Morgen wollten wir nun endlich mal ausnutzen, um mal im nahliegenden Forest Park unsere Laufrunde zu drehen. Man kann zwar auch in den Straßen hier laufen, aber das ist nicht so angenehm. Die Sonne schien. So weit ist der Park auch gar nicht entfernt. Nach ner halben Stunde wollten wir wieder in Richtung unserer Wohnung und mussten quer durch den Wald. Wir sind zwar an der richtigen Seite rausgekommen, aber doch ein Stück zu weit. Ca. 45min brauchten wir noch, um wieder in unsere Straße einzubiegen. Naja, kennen wir halt jetzt auch dieses Gebiet. Musste auch mal sein. Am Nachmittag wollten wir zu dem King of Queens Zeichen schlecht hin.
Falls das jemand nicht kennt, dann könnt ihr mal den Vorspann von KoQ anschauen, wo sich Doug&Carrie auf der Wiese kambeln. Hat das Ding eigentlich einen Namen? Ich glaube nicht. Steht jedenfalls im Flushing Meadows Park.
Hinzu wollten wir laufen und zurück den Bus nehmen, aber dummer Weise haben wir den Bus nicht gefunden. Ne Karte von Queens haben wir nämlich nicht. Schade eigentlich. Also 3h waren wir unterwegs und das eher im Stechschritt. Geplant war, dass wir nicht soviel laufen und zeitig wieder zurück sind, um dann in Manhatten was zu machen. Die Pläne für den Abend haben sich dann doch geändert. Wir wollten uns eigentlich mit den anderen Praktikanten von Mirko treffen, aber da is doch was dazwischen gekommen, der einlud. Aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben. So haben wir unser Samstags Bierchen im 'Dirty Pierre's' getrunken. Dort wars ok. Corona war $4,50. Danach wollten wir in eine andere Bar, aber dort war so viel los, dass sogar schon Leute auf der Warteliste standen. Nicht mit uns. Da haben wir halt noch das Baseball Match Boston gegen Cleveland im Fernsehen geschaut. Es ging sagenhafte 5h und nicht wie üblich knapp über zwei. So war es dann schon ganz schön spät. Ein bissel besser kennen wir nun die Regeln. Irgendwie haben wir im Netz nur Karten für ein Baseball Match in NY ab $80 gefunden. Das ist uns dann doch zu viel.

Heute gings zum Beach. Nach ner langen Metrofahrt waren wir auf Coney Island, im Süden von Brooklyn. Dort ist ein Vergnügungspark. Der wird aber erst wieder saniert. Überall gabs dort was zu naschen.
Gestern im Flushing Meadows Park haben wir uns mal Popcorn gekauft. Aber leider war das salziges Popcorn und war echt eklig. Nächstes Mal müssen wir echt vorher fragen, ob es süßes gibt.


Jedenfalls sind wir dann am Pier entlang gelaufen und auch mal zum Wasser. Kaum vorstellbar, dass das ganze in New York liegt.

Der Miff und die Sindy


Samstag, 13. Oktober 2007

Einen Freitag Abend in New York

Eine weitere Arbeitswoche ist rum für Mirko. Aber mit ausruhen und relaxen startete das Wochenende nicht. Ich hab Mirko am Freitag von seiner Park Avenue abgeholt
und dann ging es in den Financial District by Night. Vorher musste natürlich erstmal ne kleine Stärkung her und da die Preise in Manhattan doch ein wenig teurer sind als in Queens, haben wir im WENDY's einen kleinen Halt gemacht. Damit die Vitamine bei keinem auf der Strecke bleiben, gab es natürlich einen Salat und nicht was ihr vielleicht denkt.

Gleich neben dem Gebäude von Mirko liegt Grand Central Station und das wollte ich mir dann auch einmal ansehen. Für Mirko is das ja schon Alltag, da er mit den anderen Praktikanten dort fürs Mittagessen oft durchläuft. So wie auf dem Foto rennen die einen hastig zu dem Gleis und die anderen zu einem anderen. Dann ging es Richtung Downtown . Aus der Metro raus mussten wir uns erstmal orientieren, da es schon dunkel war und nicht alles auf den ersten Blick zu sehen war in der Nebenstraße. Aber nach ner Minute ging es schnurstracks zum Ground Zero. Das Loch ist echt riesig, als ob da nie was stand und die Stadt jetzt mal einen Wolkenkratzer dorthin bauen will. Leider ist vieles blickdicht abgezäunt, aber bei der riesen Baustelle ist es auch bitter nötig. Komischerweise waren nur Rentner zu der Zeit am Ground Zero zu treffen, die auch ihre Fotos machten.
Meine Kamera macht nicht gerade die besten Fotos im Dunkeln, aber so hat man eben noch ein paar Lichteffekte dabei.
Am Broadway entlang kamen wir dann endlich zur 'New York Stock Exchange'. Leider kann man in dieses Gebäude nicht rein und erst recht nicht zu dieser Zeit. Es ist wie ne Art griechisches Bauwerk mit ner riesengroßen amerikanischen Flagge. So, da war dann die Ecke fertig. Der Battery Park ist zwar auch dort, aber im Dunkeln soll man ja sowieso die Parks meiden. Wir sind ja so lange hier, das wir sicher bald am Tag mal alles sehen. Ein wichtiger Standort musste noch erledigt werden, bevor wir was drinken gehen wollten: und zwar der Time Square.
Im Dunkeln kommt die Reklame noch besser. Wir hätten uns fast ein paar T-Shirts dort gekauft. Aber eben nur fast. Die genialen waren zu teuer ($25) und die preiswerteren ($10) nicht ganz so toll. Wir werden dazu noch viele Gelegenheiten haben ...
Danach haben wir dort ne ganz bestimmte Bar gesucht, aber leider nicht gefunden. Ich muss zugeben, dass ich vorher zu hause bei GoogleMaps nicht ganz so genau hingeschaut hatte und ich da was verwechselt hatte. Ok, dachten wir uns, probieren wir halt ne Kneipe bei uns in Queens aus. So lange brauchten wir gar nicht zu suchen und fanden ganz in unserer Nähe eine Kneipe, die im New Orleans Style war. Ich hab mir einen Mojito gegönnt und Mirko einen MaiTai. Und man mag es nicht glauben, der MaiTai war 50cent preiswerter. Schweinerei. Nächstes Mal nehm ich auch einen. Preise standen auf der Cocktailkarte nämlich nicht drauf. Uns wurde nur gesagt, dass die so zwischen $8 und $10 liegen. Nach dem einen Cocktail ging es dann auch schon heim. Also den Rest des Wochenendes lassen wir euch dann im nächsten Eintrag wissen.

Der Miff und die Sindy

Dienstag, 9. Oktober 2007

Ein bis jetzt uns unbekannter Feiertag: Columbus Day

Das ist doch mal ne Überraschung. Mirko bringt seine erste Woche hinter sich und schon hat er ein verlängertes Wochenende. Gestern war Columbus Day. Nicht jedes Unternehmen erkennt diesen Tag als Feiertag an. Doch die Postbank fühlt sich wohl mehr den Amerikanern zugewandt.
Wie der Name schon andeutet, hat es was mit Christopher Columbus zu tun und seine Entdeckung von Amerika. Und zu diesem wichtigen Event muss natürlich eine Parade auf der Fifth Avenue her.









Ich wusste zwar, dass Columbus unter portugiesischer Flagge gesegelt war, aber nicht dass er Italiener war. Somit war die ganze Parade der italienisch-amerikanischen Kultur gewidmet. Geschafft von den zwei Tagen zuvor, stand gestern nur die Parade auf dem Plan.

Sonntag, 7. Oktober 2007

Die ersten gemeinsamen Tage in New York

Ich (Sindy) werd jetzt mal von meinen ersten Tagen in der großen Stadt berichten.

Als ich letzen Donnerstag so gegen 18:00 Uhr hier bei unserer Wohnung ankam hat mir Mirko erstma kurz die Family vorgestellt und mir dann die Gegend gezeigt. Das ist schon alles auf den ersten Blick bissel verwirrend, so dass ich mir gar nicht so schnell alles merken konnte. Da die kleinen Tante Emma Läden jeden Tag geöffnet sind, braucht man sich aber keine Gedanken machen, ob man was vergessen hat einzukaufen. Da geht man halt noch mal am Sonntag.
Am nächsten Tag konnt ich das erste Mal Mirko im Anzug für die Arbeit sehen. Sah schon sehr schick aus, muss ich sagen. Da das Wetter hier momentan fast immer an der 30 Grad Marke kratzt und die Metrostationen fast ne Art Sauna sind, ist er aber echt nicht zu beneiden.
Am Freitag gab es dann ne kleine Überraschung. Als ich nachmittags nach ner kleinen Shoppingtour wieder bei uns ankam, stand unser Studio total unter Wasser. Irgendwie war ein Abfluss verstopft und das ganze Wasser musste erstmal mit Handtuch aufgesaugt werden. Hey, da konnt ich was für die Armmuskeln tun. Mirko kam erst abends zurück und da war die erste Wasserflut vorbei. Doch es war noch nicht vorüber. Die zweite Flut folgte zugleich. Aber dann hat Helio doch mal das Wasser abgestellt bis einer zum reparieren kam. Abends haben uns dann die Gastgeber schön zum Dinner eingeladen, weil ja der Sohn das erste Mal vom College heimkam und auch ma was richtiges essen sollte. Dabei gab es natürlich wieder ein feines Weinchen und das eine oder andere Bier. War also ein gelungener Abend.

Am Wochenende gings dann endlich in die City zum Sightseeing. Midtown Manhattan stand auf dem Programm. Also sind wir zuerst einmal zu Mirkos Arbeitstelle gefahren. Davon gibt’s natürlich ein Foto.

Ist schon ein sehr nobles Gebäude, wenn auch mit 34 Stockwerken nicht wirklich hoch.





(noch paar mehr Infos unter www.thecityreview.com/helmsley.html)

Dann ging es weiter Richtung Broadway und schließlich zum Times Square.

Irgendwie hatte ich mir den ein bissl größer vorgestellt. trotzdem waren die Reklame-Schilder und die Lichter dort echt klasse. Bin mal gespannt, wie das im Dunkeln aussieht.

Danach war der Central Park dran und ich muss echt sagen, der ist ganz schön hügelig aber trotzdem schön.

Abends haben wir dann, geschafft vom Tag, nur noch ein Filmchen geschaut, dann ging es auch gleich ins Bett.





Heute wollten wir dann mal Brooklyn erkunden und von dort aus nach Manhattan. Aber bis wir von Brooklyn aus über die Brücke rüber laufen konnten, war es ein langer Weg.

Die Busfahrt bis Brooklyn war so kalt durch die Klimaanlage, dass sogar Mirko gefroren hatte und wir froh waren wieder raus zu sein. Doch plötzlich waren wir in ein paar recht dubiosen Straßen gelandet, aus denen wir ganz schnell verschwinden wollten.

Glücklicherweise haben wir das dann auch geschafft und waren dann endlich auf der Brooklyn Bridge. Zum Relaxen ging es danach noch nach Chinatown und Little Italy.

Dort hat es zum ersten Mal ganz schön finster gestunken. Naja der frische Fisch und sonst recht ungewohntes getrocknetes Essen können nachmittags bei Hitze schon mal unangenehm riechen.

Ansonsten sind wir immer auf der Suche nach preiswertem Wein. 9$ pro Flasche + Tax ist normal. Aber hey, wir haben es bis jetzt schon auf 5$ + Tax gebracht und den Wein konnte man auch trinken.

Ok, das war jetzt mal wieder ne ganze Menge. Die nächsten Infos kommen bestimmt nächste Woche von uns. Bis dahin

Der Miff und die Sindy

PS: Danke für die vielen Kommentare, da weiß man, dass das ganze Geschriebene auch jemand liest.

Dienstag, 2. Oktober 2007

So jetzt wird es langsam mal Zeit...




...diesen Blog hier mit Leben zu füllen. Ich (der Miff) bin ja schon seit letzter Woche Freitag in New York, hab aber erst jetzt mal Zeit gefunden was zu schreiben. Also der Flug mit Emirates war der Hammer, war echt top was man da son an Bordunterhaltung und vor allem Essen serviert bekommt. Als ich dann so gegen 18:00 Uhr hier eingetroffen bin gings erstmal mit dem Taxi zu unserer Bleibe für das nächste halbe Jahr. Die liegt in Forest Hills, Queens und ich muss sagen das is schon eine ziemlich geile Gegend zum wohnen, alles grün und die Häuser so im Fachwerkstyle, also nicht schlecht.
Das erste weiße Haus auf dem Bild ist übrigens unseres.
Dort angekommen wurde ich zunächst von den Vermietern begrüßt. Is ne ziemlich coole 4er-Family. Der Mann (Helio) und die Mutter (Nadia) sind eigentlich aus Brasilien, aber leben seit 20 Jahren hier in New York. Er is selbständig und fährt so ne Pferdekutsche im Central Park, außerdem isser ganz gediegen drauf, Freitag nach meiner Ankunft haben wir gleich mal zu zweit 2 Flaschen Wein genoxt und Samstag dann nochma eine.
Die beiden haben zwei Kinder, wovon aber nur die (übrigens recht hübsche, aber auch erst sechzehnjährige) Tochter (Joanna) hier wohnt. Der Sohn (Frederico) is grad 18 geworden und aufs College verschwunden - den konnte ich also noch nicht kennen lernen. Mit der Family hab ich dann das Wochenende verbracht und mir bissel die Gegend zeigen lassen.




Am Montag gings dann los auf Arbeit. Also von unserer Unterkunft braucht man bis dorthin so reichliche 45 Minuten, wenn man sich nicht verläuft - was mir aber natürlich gleich passiert ist und ich schön am ersten Tag 15 Minuten zu spät kam. Auf jeden Fall ist das Gebäude wo wir unser Büro haben echt top. Es liegt an der Park Avenue und die Firma, wo ich arbeite hat dort den 19. und 20. Stock, es ist also nicht allzu hoch aber die Aussicht is trotzdem schon top.
Davon werde ich sicher demnächst noch ein paar Bilder reinstellen und auch mehr drüber schreiben was ich da so mache. Jetzt is erstma Zeit fürs Bett. Also ich hoffe ihr fandet die ersten Infos ausreichend bzw. interessant.

Bis demnächst

Der Miff

PS:Wer sich wundert warum ich nur über mich schreibe, dem sei gesagt das Sindy erst am Donnerstag hier eintrifft.