
Von Freitag bis Sonntag ging es letztes Wochenende nach Montreal. Entfernung von New York beträgt rund 400 Meilen.
Und wie sind wir dort hingekommen? Mit dem Zug. Die Fahrt war einfach verlockend günstig: insgesamt$75 für hin und zurück. 11h hat eine Fahrt gedauert. Aber da wir den Laptop mitnahmen und zum Glück Stromanschluss hatten ging die Zeit recht schnell vorbei. Die

Strecke ist eine von den 10 interessantesten Zugstrecken der Welt laut National Geographic. Auch unteranderem deswegen fand Mirko das tolle Angebot. Visatechnisch gab es eigentlich keine Probleme, aber trotzdem hat der eine in New Yorker Bahnhof doch lieber mal auf die Liste der 'verbotenen' Ländern/Schurkenstaaten draufgeschaut. Könnte ja sein, dass Germany zur Achse des Bösen zählt und daher von den einfachen Ein-und Ausreiseregelung ausgeschlossen ist:)
Nun erstmal zur Fahrt: Man sagt ja immer, man soll nicht vergessen, dass es noch ein Upstate NY gibt. Der Kontrast zwischen der Metropole und den 'kleinen' Städten und vereinzelten Häusern am Hudson River ist schon beeindruckend. Es ging fast durch den gesamten Bundestaat New York, so dass wir z.B auch die Hauptstadt Albany mal sehen konnten. Die Fahrt ging ansonsten mitten durch die total verschneiten Berge, weite menschenleere Ebenen und riesige,teils zugefrorene Seen.
Der Zug hatte übrigens auch einen Speisewagen. Ok, es gab nur Pizza, Hot Dog, Sandwich, ... und Kaffee, aber verhungern konnte man nicht. So verging auf jeden Fall die lange Fahrt doch recht schnell.
Im Hauptbahnhof in Montreal angekommen liefen wir mit einer vorher angefertigten Skizze zum Hotel.

Vorher ausgedruckte Montreal Stadtpläne wurden leider bei der Arbeit vergessen. Schon auf dem Zugfahrt wurde der Schnee immer mehr und auch Montreal hatte gut und gerne fast 1m Schnee. Natürlich nicht die Straßen und Fußwege, aber es war doch recht beschwerlich durch den Schnee zustapfen. Das Hotel selbst war top. Diesmal

wir haben uns ein 4-Sterne-Hotel gebucht, das pro Tag genauso teuer war wie unser 1-Stern-Hostel in Boston und diesmal auch ohne Bed Bugs (Mirko hatte 3 Wochen damals mit den Bissen zu kämpfen). Das heißt aber nicht, dass Montreal so billig ist. Es ist sogar etwas teurer als die USA, aber auf jeden Fall nicht teurer als in Deutschland. Nachdem wir alles abgeladen hatten, ging es natürlich raus. Es war schon nach 21Uhr und wir hatten noch nichts richtiges gegessen gehabt. Also haben wir schnell eine mexikanische Kneipe gefunden und bei Cocktails und Enchilada klang der erste Reisetag schön gediegen aus.
Am Samstag war nun der Montreal-Tag gekommen. Es war arschkalt, viel Kälter als in New

York, genauer gesagt "Höchst"temperatur -12 Grad. Das es kalt wird, wussten wir aber schon, von daher hatten wir auch mehrere Schichten an. Zum Glück

war der Samstag aber auch ein richtig schöner Sonnentag mit blauen Himmel, so dass es durchaus auszuhalten ging. Unsere Hotel lag in Downtown, also schon im Herzen mit den ganzen Finanztürmen. Gleich daneben lag dann auch schon das nächste sehenswerte Stadtviertel: das 'Alte Montreal'. Das war also unser Ziel für die ersten paar Stunden. Montreal hat aber

noch eine Besonderheit: Da die Montrealer wissen, dass es im Winter recht kalt wird, haben die ein relativ großes Unterführungssystem unter der Stadt gebaut, indem sich die meisten Geschäfte und Fressbuden befinden (also wie die unterirdische Prager Straße). Nachdem wir uns also oberirdisch vieles angeschaut hatten zog es uns nun in die Geschäfte im Warmen. Aber da das Preisniveau

in Kanada generell höher ist und der Kurs leicht

schlechter zum Euro steht als der Dollar für uns, waren uns die Preise zu hoch und wir schlenderten nur noch durch. Am Abend sind wir dann mit der Metro in das Studentenviertel gefahren (wo die ganzen billigen Kneipen sind) und haben dort eine nette kleine Pizzeria gefunden . Den späteren Abend haben wir dann noch bei ner feinen Flasche Wein im Hotel ausklingen lassen
Am Sonntag klingelt der Wecker wieder zeitig, um rechtzeitig den Zug zubekommen. Nur dumm, dass der Zug repariert werden musste und wir ne Vespätung von 2,5h hatten und somit erst 23Uhr am Sonntag zuhause waren.Alles in allem war es mal wieder ein sehr anstrengendes, aber doch erlebnisreiches Wochenende für uns beide gewesen. Also bis demnächst
Der Miff und die Sindy
2 Kommentare:
Herrlich Mirko & Sindy, herrlich!
Na aber Hallo,
schön zu lesen wie ihr die Zeit so verbringt. In DD läuft och alles in gelenkten Bahnen, Prüfungszeit is vorbei ;-).Und nicht vergessen, das große Sportevent heut in eurer Stadt. Oder bekommt ihr von den russischen Rummelboxern nix mit?
In diesem Sinne… Ready to rumble
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